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Schweine-Profi Waldemar Hein aus Weikersheim setzt sowohl bei seinen 280 Zuchtsauen, der Ferkelaufzucht wie auch bei der Schweinemast auf optimierte Betriebsabläufe, konsequente Umsetzung von Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen, hochwertige Futtermittel und ausgefeilte Fütterungskonzepte.
 Betriebsleiter Waldemar Hein (rechts im Bild) mit Bergophor-Gebietsleiter Berthold Graf
Dass die Familie Hein mit dieser Strategie richtig liegt, bestätigen die Auswertungen des Beratungsdienstes in Baden-Württemberg. Hier finden sich z. B. die Leistungsdaten aus der Schweinemast regelmäßig im Bereich der 25% besten Betriebe. Auch im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Schweinereport Baden-Württemberg 07/08 sind die erreichten Ergebnisse sehr deutlich über dem Durchschnitt. Aktuell wird darüber nachgedacht, sämtliche im Betrieb aufgezogenen Ferkel auch selbst zu mästen.
Motto des Familienbetriebes Hein hinsichtlich des Themas Arbeit: Das Arbeitsaufkommen muss sozialverträglich zu leisten sein, Arbeit darf auch ausgelagert werden und vor allem: Arbeit muss Spaß machen und Erfüllung bringen.
Betriebsdaten Hein GbR
Flächen: 160 ha Ackerland, davon 75 % Getreide und 25 % W.-Raps. Körnermais wird zugekauft, Getreide konsequent konserviert.
Arbeitskräfte: Eheleute Hein und Altenteiler, im Schnitt ein bis zwei Auszubildende.
Stalldaten: 280 Zuchtsauen BW Genetik und ADN Hülsenberger. Eber: Top- Genetik Pietrain. Pro Jahr werden ca. 4.600 Schweine gemästet, überschüssige Ferkel werden verkauft.
Vollspalten-Kammerstall, Gruppen mit 28 Tieren pro Bucht.
Die Stallkammern werden mit Hochdruck gereinigt und mit Schaum desinfiziert. Zur Neubelegung bei Außentemperaturen unter 20 °C wird die Innentemperatur auf 26 bis 27 °C erhöht (Spaltentemperatur 21 °C).
Mischtechnik: Eigene Mahl- und Mischanlage.
Fütterung: Über Breiautomaten mit zwei Leitungen für verschiedene Futter. 3-phasige Fütterung der Mastschweine: - Vormastfutter mit BERGIN TopMast VM. - Anfangs- & Mittelmastmischung mit BERGIN TopMast ME und BERGIN PowerMix LC. - Endmastfutter mit BERGIN TopMast ME.

Nur aus gesunden Ferkeln werden Top-Mastschweine!
Konsequenz, großes Engagement und optimale Datenerfassung der Ehefrau Annegret Hein im Abferkelstall bringen diese Erfolge.
Das Impfprogramm und Eisengaben werden konsequent und mit größter Sorgfalt durchgeführt.
Programm: Am 1. Tag Eisen oral, am 3. Tag Baycox® zur Kokzidien-Vorbeuge. 4. und 5. Tag: Mykoplasmenimpfung und Kastration. 7. Tag: Eisen intramuskulär und einmalig ein Langzeitantibiotikum für 7 Tage gegen Streptokokken zur Vorbeuge von Gelenkentzündungen. 16. Tag: App- und Circovirus-Impfung. Absetzen mit 3 Wochen und die zweite Mykoplasmenimpfung, da diese zu diesem Zeitpunkt besonders gut verträglich ist.
Demnächst wird mit einem neuen Kombinationsimpfstoff gleichzeitig gegen Mykoplasmen und die Gläsersche Krankheit geimpft.
Das Behandlungs- und Impfprogramm ist mit Hoftierarzt, Beratungsdienst und Tiergesundheitsdienst betriebsindividuell zusammengestellt und auf optimale Wirkung überprüft worden.
Nach dem Absetzen erfolgt konsequente Sortierung der Ferkel nach Gewicht im Flatdeckstall. Gruppengröße 25 – 30 Ferkel.
Prestarter BERGIN BabyFit EW wird ab dem 5. Lebenstag breiig angeboten. Ab dem 10. Tag Umstellung auf BERGIN BabyCrisb EW bis 2 Tage vor dem Absetzen. Nach dem Absetzfutter Übergang zum Vormastfutter mit BERGIN TopMast VM.
Vor dem Einstallen in die Vormast werden die Gruppen nach Gewicht gleichmäßig sortiert.
3-Phasen-Fütterung Vormastfutter mit 5 % BERGIN TopMast VM mit 3 % BERGIN PowerMix LC und 1,5 % ERGIN FaserMix ab 15 – 20 kg. Ab 40 kg dann 3,5 % BERGIN TopMast ME und 1,5 %BERGIN PowerMix LC in Anfangs- und Mittelmast bis 90 kg LG. Ab 90 kg LG.
Endmastmischung mit 3 % BERGIN TopMast ME.
Alle fertigen Mischungen werden von Bergophor 2x im Jahr auf die tatsächlichen Inhaltsstoffe untersucht.
Das Mast-Startgewicht aller Ferkel wird vor dem Einstallen in den Maststall erfasst und auch danach wird planmäßig gewogen. Alle Mastschweine werden vor dem Ausstallen mit einer festgelegten Markierung gekennzeichnet um sicherzustellen, dass sich das Gewicht des Schweines innerhalb der Schlacht-Maskengrenze bewegt. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass nur max. 2 % der Schweine „aus der Maske fallen“.
Aus jeder Kammer wird 3-mal pro Durchgang ausgestallt. 10 – 15 % der Mastschweine werden ca. 14 Tage länger gemästet und dazu in spezielle Restebuchten (ausreichend für sechs Schweine) eingestallt. Die Restebuchtentiere sind in der Auswertung erfasst!
Mit dieser Maßnahme wird mit nur einem Tag Leerstand des Maststalls das absolute Optimum an Stallausnutzung erreicht.
Einstallphase: Vormast-Mischung bis 40 kg LG:
30,0 % W.-Gerste 24,0 % Weizen 15,0 % Körnermais 20,5 % Sojaschrot HP 3,0 % BERGIN PowerMix LC 1,5 % Bergin FaserMix 5,0 % BERGIN TopMast VM 1,0 % Sojaöl
Anfangsmast/Mittelmast: Mischung Hein 40 bis 90 kg LG:
30,0 % W.-Gerste 15,0 % Weizen 15,0 % Triticale 15,0 % Körnermais 19,0 % Sojaschrot HP 1,5 % BergIN PowerMix LC 3,5 % BERGIN TopMast ME 1,0 % Sojaöl
Endmast: Mischung Hein ab 90 kg LG:
40,5 % W.-Gerste 10,0 % Weizen 25,0 % Triticale 5,0 % Körnermais 16,0 % Sojaschrot HP 3,0 % BERGIN TopMast ME 0,5 % Sojaöl
Leistungsdaten vom 01.07.2008 bis 30.06.2009 inklusive nicht zuschlagfähiger Ferkel und Spanferkel:
4545 Mastschweine gemästet Mastdauer Tage: 91 Tägliche Zunahme: 839 g Futterverwertung (FVV): 1 : 2,69 Zuwachs: 75,9 kg (36,7 – 112,6 kg LG) FOM Muskelfleischanteil: 60,41 % Verluste: 1,6 %,
Leistungsdaten vom 30.03.2009 bis 19.07.2009 inklusive nicht zuschlagfähiger Ferkel und Spanferkel:
1441 Mastschweine gemästet Mastdauer Tage: 91 Tägliche Zunahme: 856 g Futterverwertung (FVV): 1 : 2,61 Zuwachs: 78,2 kg (36,6 – 114,9 kg LG) FOM Muskelfleischanteil: 60,44 % Verluste: 1,1 %
Leistungsdaten im Vergleich zu Ergebnissen aus dem Schweinereport Baden-Württemberg 2007/2008:
173 Mastbetriebe mit je rund 519 Mastplätzen Tägliche Zunahme: 701 g F utterverwertung (FVV): 1 : 2,9 Zuwachs: 86,7 kg (32,3 – 119 kg LG) FOM Muskelfleischanteil: 58,8 % Verluste: 2,8 % |